1.6 Wie äußert sich eine Hundehaarallergie?

Eine Hundehaarallergie äußert sich in der Regel sehr schnell. Wenn der Hund über die entsprechenden allergieauslösenden Allergene verfügt, lassen die Beschwerden nicht lange auf sich warten.

Zu den ersten Anzeichen einer Hundehaarallergie gehören juckende, brennende und tränende Augen. Wenn man den Hund bereits gestreichelt hat, sollte man jetzt unbedingt daran denken, nicht an den Augen zu reiben. Hierdurch würden sich die Beschwerden nur noch stark verschlimmern. Im besten Fall waschen Sie sich sofort die Hände und spülen zusätzlich vorsichtig die Augen.

Zusätzlich reagieren die meisten Allergiker mit starkem Niesreiz und einem allergischen Schnupfen. Von einer Minute zur anderen ist die Nase so gereizt, dass sie juckt und eine vermehrte Sekretion einsetzt. Auf deutsch gesagt, die Nase fängt wie verrückt an zu laufen und ist durch nichts zu stoppen. Bei einigen Allergikern ist die Nase plötzlich verstopft, da die Schleimhäute stark anschwellen, was eine normale Atmung unmöglich macht.

Die Beschwerden kommen einer plötzlich einsetzenden starken Erkältung nahe.

Hinzukommt häufig der Hustenreiz, der von einem starken Jucken oder Kratzen im Hals begleitet wird.

Neben diesen Beschwerden, die von den Schleimhäuten ausgehen, kann es zusätzlich zu einer Kontaktallergie über die Haut kommen. Hierbei entstehen juckende Hautstellen, aus denen sich Ekzeme entwickeln können. Ganz wichtig ist auch hier wieder, dass sich Allergiker nach dem Kontakt mit einem Hund gründlich die Hände waschen.

Dass die genannten Beschwerden sehr lästig und unangenehm sind, darüber brauchen wir wohl kaum ein Wort zu verlieren.

Für manche Allergiker kann die Hundehaarallergie allerdings auch gefährlich werden. Nämlich dann, wenn nicht nur die Haut und Schleimhäute betroffen sind, sondern auch die Bronchien. Die Hundehaarallergie kann chronisches, allergisches Asthma bronchiale auslösen, das von einer schwerwiegenden Atemnot begleitet werden kann.

Das Asthma muss in jedem Fall medikamentös behandelt werden. Und wer bereits weiß, dass er sehr empfindlich auf Hundehaare reagiert, sollte den Kontakt zu Hunden bestenfalls meiden.

Dennoch muss man sagen, dass ein Hunde-Allergiker immer noch ein wenig besser dran ist als ein Katzen-Allergiker. Jetzt fragen Sie sich bestimmt, warum das so ist?

Die allergieauslösenden Allergene der Katze sind aggressiver als die Allergene, die eine Hundehaarallergie auslösen können.

Die allergische Reaktion eines Katzen-Allergikers fällt deshalb beim Kontakt mit einer Katze in der Regel deutlich stärker aus als die des Hunde-Allergikers. Zudem ist das allergieauslösende Allergen der Katze extrem klein, so dass es kaum möglich ist, eine Wohnung, in der eine Katze lebt, so zu reinigen, dass ein Katzen-Allergiker keine Probleme bekommt. Das bedeutet, dass sich selbst nach gründlichem Wischen immer noch so viele Allergene der Katze in der Raumluft befinden können, dass sich beim Allergiker sofort allergischen Reaktionen einstellen.

In Wohnungen, in denen ein Hund gehalten wird, ist die Konzentration der Allergene natürlich auch sehr hoch. Studien belegen, dass sich auf dem Fußboden, den Möbeln und dem Schlafzimmer die meisten Allergene finden. Auf glatten Böden wie Fliesen, Parkett oder Laminat, finden sich deutlich weniger Allergene, da sie wesentlich einfacher und gründlicher zu reinigen sind als ein Teppichboden.
Wenn nach einem gründlichen Hausputz ein Allergiker zu Besuch kommt, während der Hund außer Haus ist, stehen die Chancen relativ gut, dass der Besuch keine allergischen Reaktionen zeigt.

Natürlich spielt hierbei auch eine Rolle, wie intensiv der Kontakt zwischen dem Hundehalter und seinem Hund ist. Wenn der Hund jeden Winkel des Zimmers, inklusive des Sofas oder anderer Sitzmöbel, für sein eigen hält und sich demzufolge überall „verewigt“ hat, ist es utopisch zu glauben, dass ein gründlicher Hausputz alle Hunde-Allergene beseitigen würde.

Und seien wir mal ehrlich, wer hat Lust vor jedem Besuch das ganze Haus auf den Kopf zu stellen? Da ist es wohl besser, sich an einem neutralen Ort, außerhalb des Hauses, zu treffen.

Sicher spielt aber auch die Stärke der Hundehaarallergie eine große Rolle. Wer sehr empfindlich reagiert, sollte prophylaktisch den Kontakt im Haus des Hundebesitzers meiden.

Natürlich machen auch Gerüchte die Runde, die am liebsten von Menschen in Umlauf gebracht werden, die keine Tiere, insbesondere Hunde, mögen.

So wurde mir einmal von einem Bekannten folgende Geschichte erzählt. Beim Auszug aus seiner Wohnung kam es zu einer Wohnungsübergabe, bei der das Vermieter-Ehepaar anwesend waren. Der Frau des Vermieters war der Hund des Mieters schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Bei der Wohnungsübergabe verkündete sie nun, dass ihre Wohnung ja nun für die nächsten sieben Jahre von den Hundehaaren „verseucht“ sei.

So lange würde es nämlich dauern, bis die Hundeallergene bei normalem Reinigungsverhalten der Wohnung beseitigt seien. Dies ist völliger Blödsinn, zumal in der Wohnung nicht einmal ein Teppichboden lag und die Wohnung komplett gefliest war.

Bei Katzenhaaren, bzw. Katzen-Allergenen hätte sie vermutlich Recht gehabt. Darauf kommen wir aber später noch einmal etwas Ausführlicher zurück.

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