4.6 Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Über die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wurden bereits zahlreiche Bücher geschrieben, die das Maß dieses Buches weit überschreiten. Deshalb kann die Traditionelle Chinesische Medizin an dieser Stelle nur ganz kurz angeschnitten werden.

In Deutschland sind viele Patienten müde von den medizinischen Behandlungsmaßnahmen der Allgemeinmediziner, so dass es in der Alternativmedizin zu einem regen Zulauf gekommen ist.

Die Traditionelle Chinesische Medizin kann zur Alternativmedizin gezählt werden, auch wenn die chinesische Heilkunde ein eigenständiges medizinisches System darstellt.

Die TCM unterscheidet sich grundlegend von der westlichen Schulmedizin, was aber nicht heißen soll, das die Chinesische Heilkunde und die Schulmedizin nicht miteinander harmonieren. Ganz im Gegenteil, häufig ist es sogar angebracht, Therapien der Chinesischen Medizin, mit denen der westlichen Schulmedizin miteinander zu kombinieren.

Viele TCM-Behandlungsformen kennen wir seit vielen Jahren, wie beispielsweise die Akupunktur, die lediglich ein Teilbereich der Traditionellen Chinesischen Medizin ist.

Aus therapeutischer Sicht lässt sich die Chinesische Heilkunde in fünf Säulen aufteilen.

Das Ziel bei der TCM ist es, diese fünf Säulen, die man auch als Elemente bezeichnen kann, im Gleichgewicht zu halten.

Ist das Gleichgewicht bereits gestört, so ist es das Ziel der TCM, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen. Bei der TCM geht es immer um den gesamten Menschen und nicht um einzelne Symptome. Im Vordergrund steht immer, dass Körper, Geist und Seele, im Einklang stehen.

Um es kurz zusammen zu fassen, zu den fünf Säulen gehören die Akupunktur und Moxibustion. Die Akupunktur wurde bereits in einem vorherigen Kapitel beschrieben. Bei der Moxibustion werden die Akupunkturpunkte erwärmt.

Die zweite Säule ist die Arzneimitteltherapie, die etwa 80% der Traditionellen Chinesischen Medizin ausmacht. Als Grundlage dienen verschiedene Naturstoffe, die meist als Tee verabreicht werden. Hierzu können Kräuter und Mineralien zur Verwendung kommen, aber auch tierische Produkte.

Einen weiteren Teil in der chinesischen Medizin nimmt die Massage ein, wobei sich diese an den 12 Meridianen orientiert. Die Meridiane haben wir bereits in der Akupunktur kennen gelernt. Vielleicht erinnern Sie sich, es handelt es sich um die Energiebahnen, die gemeinsam mit den Akupunkturpunkten großen Einfluss auf die Organfunktionen haben. Die in der Traditionellen Chinesischen Medizin übliche Massage heißt Tuina Anmo.

Weiterhin gehören auch die Ernährungslehre und der Lebensstil zu den Säulen der Chinesischen Medizin.

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